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Innsbrucker Bischof der Mormonen - Antrittsbesuch bei Bürgermeisterin Oppitz-Plörer

Als im Oktober letzten Jahres die Feierlichkeiten zur Bischofsernennung in der Gemeinde Innsbruck der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) stattfanden, war die Stadt Innsbruck durch Stadtrat Mag. Gerhard Fritz vertreten. Der Festgottesdienst wurde unter Beisein von Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Religionsgemeinschaften zelebriert. Der Antrittsbesuch von Bischof Gerhard Egger bei Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer wurde jetzt im Februar nachgeholt. 

 

Die Mormonen sind in Österreich seit 1955 eine staatlich anerkannte Kirche. 1958 wurde die Gemeinde in Innsbruck gegründet und 1965 das Gemeindezentrum in der Philippine-Welser-Straße 16 feierlich eingeweiht. Die Lehren der Kirchengemeinde beruhen auf den Offenbarungen des Propheten Joseph Smith, der im Jahre 1820 im 15. Lebens-jahr seine erste Vision erlebte. Laut den Belehrungen, die er dabei erhielt, sollte durch ihn die Urkirche, wie sie im erste Jahrhundert nach Christi Geburt bestand, wiederhergestellt werden, was letztlich im Jahre 1830 erfolgte. Diese Wiederherstellung bewirkte, dass es in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage neben Diakone, Lehrern, Priester, Älteste, Siebziger und Hohepriester auch Bischöfe (aus dem griechi-schen: Hirte, Hüter, Schützer) gibt. Ein solcher Bischof leitet eine Gemeinde und soll, wie es im 1. Jakobusbrief im 3. Kapitel steht, „ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.“

Diesen Anforderungen entsprechend wurde Gerhard Egger am 09.10.2016 zum Bischof in Innsbruck ordiniert. Er ist nur einmal verheiratet und ist Vater von sieben Kindern. So wie die damaligen Bischöfe übt er sein Amt ehrenamtlich und nebenberuflich aus. Bei seinem Antrittsbesuch bei Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz Plörer wurde Bischof Egger von seinem Stellvertreter Dipl.-Ing., MSc Marcus Schmidt, 1. Ratgeber in der Bischofschaft, begleitet. Bischof Egger ging in seiner Funktion auf die Entstehung und Entwicklung und die Aufgaben der Kirche Jesu Christi in Österreich und speziell in Tirol ein. 

Das Kirchengebäude in der Philippine-Welser-Straße 16 stellt seit seiner Errichtung im Jahre 1965 eine Bereicherung des Stadtteiles Amras dar. Nicht nur dass darin sonntags der Gottesdienst für Gäste und Gemeindemitglieder abgehalten wird. Es ist durch seine multifunktionale Bauweise auch ein idealer Ort für die Begegnung von Jugendlichen mit Aktivitäten wie Spiel, Sport und Seminaren. Der Kultursaal lädt zu Tanz-, Kulturveranstaltungen und Familienfeiern ein. In den Klassenzimmern des Hauses wird der Religionsunterricht durchgeführt. Für Menschen, die zurück zu ihren Wurzeln wollen, ist eine frei zugängliche Familienforschungsstelle eingerichtet. In jüngster Vergangenheit bewährt sich das Haus auch als Wahllokal und steht für Integrationsaktivitäten für Flüchtlinge zur Verfügung.  

Da die Stadt Innsbruck zurzeit die Übersiedelung der Stadtbücherei in eine geräumigere Lokalität vorsieht, überreichte Bischof Egger im Namen der Kirchengemeinde an Bürgermeisterin Oppitz-Plörer eine Kiste voll interessanter Literatur über die Inhalte und Lebensweisen des Mormonismus. Diese Bücher können in der Stadtbücherei von interessierten Bürgerinnen und Bürger ausgeliehen werden. 

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.

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