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Herbstkonferenz in Salzburg

Das Wochenende vom 14. und 15. Oktober 2017 bot für Mitglieder, aber auch alle Freunde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, nicht nur die herrlichen Farben von zwei Herbsttagen, sondern auch die Möglichkeit sich intensiv mit dem Leitgedanken der Konferenz auseinanderzusetzen: „Die Lasten, die ihnen aufgelegt waren, wurden leicht gemacht; ja, der Herr stärkte sie, so dass sie ihre Lasten mühelos tragen konnten […]“ (vgl.Buch Mormon, Mosia 24:15)

     

Den Vorsitz hatte Pfahlpräsident Franz Mielacher. Unter den Ehrengästen waren Christopher Brown, seit Juli Präsident der alpenländischen Mission, in Begleitung seiner Frau Laura. Die Konferenz fand im Gemeindehaus Salzburg statt und wurde via Livestream in andere Gemeindehäuser in Oberösterreich, Tirol und Kärnten übertragen.

Beniamino Gessati, von der Pfahlpräsidentschaft, richtete seine einleitende Botschaft am Samstag besonders an diejenigen, die in Bezug auf ihre zu tragenden Lasten das Gefühl haben: „Es ist zu viel“. Er betonte, dass wir die Gnade Jesu Christi nicht nur als errettende, sondern auch als befähigende bzw. stärkende Kraft in unserem Leben benötigen. Christus befähigt uns unsere Lasten zu tragen, wenn wir in unserer Unvollkommenheit zu Ihm kommen und voller Glauben seine Hilfe in Anspruch nehmen.

 
   

„Lasten gehören zum Plan des Glücklichseins und haben einen Zweck in unserem Leben” sagte Bischof Manuel Knapp aus der Gemeinde Neumarkt zu Beginn seiner Ansprache und warnte gleichzeitig davor, dass wir unsere Lasten nicht untereinander vergleichen sollen. Die Einladung an alle ist, sich unter das sanfte Joch Christi zu begeben, damit er mit uns gemeinsam, unsere Last ziehen kann.

Nach Bischof Knapp sprach Sonja Vallon, Leiterin der Frauenhilfsvereinigung im Pfahl Salzburg, darüber, wie wir uns als Menschen gegenseitig die Last leichter machen können. Sie richtete folgende mutige Aufforderung an die Versammelten: „Wenn es uns schlecht geht, finden wir jemanden, dem es noch schlechter geht und dienen wir ihm...“. Sie betonte: „Auch wenn wir uns oft gegenseitig die Last nicht abnehmen können, so haben wir dennoch großen Einfluss auf die Umstände derjenigen, die eine schwere Last zu tragen haben.“

 
 

Den Abschluss der Versammlung am Samstag machte Hoherat Daniel Schubert, der aus dem Brief des Paulus an die Korinther lehrte: „[…] Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht (geprüft) werdet. Er wird euch mit der Versuchung auch einen Ausweg schaffen, sodass ihr sie bestehen könnt.“ (1. Kor 10:13). Danach erzählte er die bewegende Geschichte von Bethany Hamilton einer US-Profisurferin und gläubigen Christin, die 2003 durch den Angriff eines Tigerhais den linken Arm verlor.

Die Hauptversammlung am Sonntag war ebenso begleitet von vielen erbauenden Worten und einem tiefen Frieden. Da war z.B. Achim Erlacher, Ratgeber in der Pfahlpräsidentschaft, der uns eingeladen hat unseren persönlichen „...bitteren Kelch zu trinken ohne zu verbittern und geduldig zuzulassen, dass diese Erfahrungen unseren Charakter formen und uns heiligen...“ oder Schwester Kea Merl, die dazu auffordert dem Willen des Herrn zu vertrauen auch wenn er nicht unserem Willen entspricht. Ebenso gab es auch die kleinen flüchtigen Momente während der Konferenz, die sich einprägen. Wenn z.B. die älteste Frau im Pfahl Salzburg, mit Ihren 95 Jahren, trotz ihrer Gebrechlichkeit, gemeinsam mit den anderen Versammelten aufsteht, um das Zwischenlied zu singen und jede Strophe auswendig mitsingen kann. Oder wenn ein frisch gebackener Großvater liebevoll seine wenige Wochen alte Enkeltochter in die Arme nimmt und herumträgt, damit die junge Mutter den Worten der Sprecher zuhören kann. Und nicht zuletzt die vielen freudigen Umarmungen und Gespräche am Rande der Konferenz, wenn sich alte Freunde und Weggefährten wiedersehen.

Als zum Schluss der Konferenz Präsident Franz Mielacher spricht, nimmt er sich viel Zeit die Geschichte des Jean Valjean aus Victor Hugo’s Roman „Les Misérables“ im Zusammenhang mit dem Leitgedanken der Konferenz zu beleuchten. Und so bleibt am Ende eines wunderbaren Konferenzwochenendes die Frage, die sich nur jeder selber beantworten kann, nämlich: „Werde auch ich mich, so wie Jean Valjean, für ein Leben der Barmherzigkeit entscheiden, nachdem Christus mir seine vollkommene Barmherzigkeit schon geschenkt hat?“

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