500 Jahre Reformation - multireligiös gefeiert

500 Jahre Reformation - multireligiös gefeiert

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Mit einem großen Fest wurde auch in Tirol der Höhepunkt des Jubiläumsjahres "500 Jahre Reformation" zelebriert. Den 600 geladenen Gästen wurde dabei ein buntes und abwechslungsreiches Programm geboten, durch das Moderatorin Anna Greiter in betont fröhlicher Weise führte. Neben dem Gastgeber Superintendent für Tirol und Salzburg Olivier Dantine, dem evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker aus Wien, dem Landeshauptmann von Tirol Günther Platter, der Bürgermeisterin von Innsbruck Christine Oppitz-Plörer, dem  Diözesanadministrator der röm.-kath. Kirche Jakob Bürgler und dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Günter Lieder war auch der Bischof der Gemeinde Innsbruck der Kirche Jesu Christi der Heiligen Tage (Mormonen) Gerhard Egger eingeladen, ein paar Worte an die Versammelten zu richten.

Bischof Egger ging dabei stellvertretend für die in der "Multireligiösen Plattform Innsbruck" vertreten Religionen auf deren Zusammenhalt und Zusammenwirken ein. Er bedankte sich bei Bürgermeisterin Oppitz-Plörer, die als Initiatorin vor sechs Jahren die Gründung dieser Plattform bewirkte. Auch dankte er dem Gastgeber Superintendent Dantine dafür, dass seitdem die "Lange Nacht der Kirchen" in der evangelischen Auferstehungskirche in Innsbruck in eine "Lange Nacht der Religionen" umgewandelt wird. Dabei wirken neben den verschiedenen christlichen Kirchen auch die Israelitische Kultusgemeinde, die Islamische-, die Alevitische- und die Buddhistische Glaubensgemeinschaft mit. So wie Bischof Egger ging auch Bischof Bünker auf die Wichtigkeit des religiösen Miteinanders ein. Er betonte, dass die Menschen sich in Offenheit, Achtung und Respekt begegnen und die Religionen das Gemeinsame über das Trennende stellen sollen. Die Plattform lebt dieses Geisteshaltung eindrucksvoll vor.

Den Mormonen war Martin Luther zusammen mit anderen Reformatoren ein wichtiger Wegbereiter für die Wiederherstellung des Evangeliums Jesu Christi. Erst durch ihr Wirken wurde zuerst in Amerika und dann in Europa die Religionsfreiheit in Verfassung und Menschenrechten verankert. Damit war die Grundlage bereitet, dass der Prophet Joseph Smith zusätzliche Offenbarungen erhalten und die Kirche Jesu Christi im Jahre 1830 wiederherstellen konnte. So wurde auch dieses Fest der Evangelischen Kirche mit großer Anteilnahme wahrgenommen.

 v.l.n.r. Özgür Erdogan (Aleviten), Moderatorin Anna Greiter, Abt German Erd (Stift Stams), Bischof Michael Bünker, Bürgermeisterin Christine Oppitz Plörer, Superintendent Olivier Dantine, Aleksandar Stolic  (serbisch-orthodoxe Kirche, hinten), Landeshauptmann Günther Platter, Bischof Gerhard Egger, Präsident Günter Lieder (IKG, hinten), Landesrätin Christine Baur, Esther Fritsch (IKG) , Abt Raimund Schreier (Stift Wilten), Diözesanadministrator Jakob Bürgler

http://tirol.orf.at/news/stories/2873614/

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.